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„Geh hin und stelle mein Haus wieder her.“:Auf den Spuren unserer Pfarrpatrone – Pilgerreise nach Assisi

Ein Höhepunkt der Reise: die Begegnung mit dem Grab des heiligen Franziskus.
Datum:
7. Juni 2026
Von:
Oliver Laufer-Schmitt
Gemeinsam unterwegs – 34 Pilgerinnen und Pilger aus den Kirchorten der Pfarrei machten sich auf den Weg nach Assisi.

Unter diesem Leitwort machten sich 33 Pilgerinnen und Pilger unserer Pfarrei St. Franziskus und St. Klara Untermosel-Hunsrück auf den Weg nach Assisi und Umbrien. Anlass der Reise war der 800. Todestag des heiligen Franziskus, dessen Leben und Botschaft bis heute Menschen auf der ganzen Welt inspirieren.

Doch die Reise führte nicht nur an bedeutende Orte der franziskanischen Geschichte. Sie wurde auch zu einem Weg des Miteinanders und des Zusammenwachsens unserer noch jungen Pfarrei.

Bereits bei der Abfahrt am frühen Morgen wurde deutlich, worum es in diesen Tagen gehen sollte. Im Pilgersegen baten wir darum, dass diese Reise mehr sein möge als eine Fahrt von Ort zu Ort – ein Weg des Glaubens, der Begegnung und der neuen Nähe zu Gott.

Nach der Ankunft in Assisi standen zunächst die Spuren des jungen Franziskus im Mittelpunkt. Vom Burgplateau oberhalb der Stadt eröffnete sich ein beeindruckender Blick über Assisi und die umbrische Landschaft. Im Dom San Rufino, wo Franziskus getauft wurde, und an weiteren Orten seiner Jugend wurde seine Lebensgeschichte lebendig.

Ein erster Höhepunkt war der Besuch der Basilika San Francesco. Bruder Thomas führte die Gruppe durch die Ober- und Unterkirche mit den berühmten Fresken Giottos. Besonders bewegend war der Besuch der Krypta mit dem Grab des heiligen Franziskus. Die anschließende Eucharistiefeier in der Kapelle des heiligen Bonaventura wurde bewusst auch zu einer Feier für die Menschen zuhause. Viele Anliegen aus unserer Pfarrei wurden dort vor Gott getragen.

Ein weiterer Pilgertag führte auf die Spuren der heiligen Klara. In der Basilika Santa Chiara besuchte die Gruppe ihr Grab sowie das berühmte Kreuz von San Damiano. In San Damiano selbst wurde spürbar, wie sehr der Auftrag Christi an Franziskus bis heute nachwirkt: „Geh hin und stelle mein Haus wieder her.“ Auch die Portiuncula in Santa Maria degli Angeli, der Herzensort des heiligen Franziskus, beeindruckte die Pilgerinnen und Pilger tief. Hier entstand die franziskanische Gemeinschaft, hier wurde Klara aufgenommen und hier vollendete Franziskus sein Leben.

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Feier der Heiligen Messe direkt am Grab des heiligen Franziskus. Die Nähe zu dem Ort, an dem Franziskus seine letzte Ruhestätte gefunden hat, machte deutlich, dass sein Leben nicht Vergangenheit geblieben ist, sondern bis heute Menschen berührt und inspiriert.

Von Assisi aus führte der Weg weiter ins Rieti-Tal. In Greccio erinnerte die Gruppe an die erste Weihnachtskrippe, die Franziskus im Jahr 1223 gestalten ließ. In Fonte Colombo, wo die Ordensregel entstand, wurde sichtbar, wie eng Gebet, Gemeinschaft und Sendung im Leben des Heiligen miteinander verbunden waren.

Zu den eindrucksvollsten Erfahrungen gehörte der Besuch der Carceri am Monte Subasio. Inmitten von Wäldern und Felsen suchte Franziskus immer wieder die Stille und die Nähe Gottes. Dort feierte die Gruppe einen Gottesdienst unter freiem Himmel. Auch die Isola Maggiore im Trasimenischen See vermittelte etwas von jener Ruhe und Einfachheit, die das Leben des Franziskus prägten.

Den Abschluss bildete die Fahrt nach La Verna in der Toskana. Auf diesem Berg empfing Franziskus die Wundmale Christi. Die besondere Atmosphäre dieses Ortes, die Stigmatisationskapelle und die jahrhundertealten Gebetsorte hinterließen bei vielen einen bleibenden Eindruck.

Während der gesamten Reise wurden Gottesdienste gefeiert, Morgenimpulse gehalten, gemeinsam gebetet, gesungen und miteinander ins Gespräch gekommen. Immer wieder wurde spürbar, dass diese Pilgerreise nicht nur eine Begegnung mit Franziskus und Klara war, sondern auch eine Begegnung miteinander.

Menschen aus den verschiedenen Kirchorten unserer Pfarrei waren gemeinsam unterwegs. Viele lernten sich besser kennen, tauschten Erfahrungen aus und entdeckten neu, was es bedeutet, gemeinsam Kirche zu sein. So wurde die Reise auch zu einem sichtbaren Zeichen dafür, dass unsere Pfarrei zusammenwächst.

Mit vielen Eindrücken, neuen Begegnungen und geistlichen Impulsen im Gepäck kehrte die Pilgergruppe dankbar nach Hause zurück. Dank gilt besonders unseren Reiseleitern Jürgen Strohe und Kristina Heuchemer-Strohe, den Busfahrern sowie allen, die die Reise vorbereitet und begleitet haben.

Möge uns auch zuhause begleiten, was Franziskus den Menschen immer wieder zusprachen wollte:

„Pace e bene – Friede und alles Gute.“

Bilderserie Assisi 2026

12 Bilder