Zu den Menschen gehen - und mit ihnen feiern:Nachbetrachtung Dieblicher Weinfest 2025


Zu den Menschen gehen - und mit ihnen feiern Es war nicht der erste Festgottesdienst zum Weinfest in Dieblich. Aber es war das erste Mal, dass der Gottesdienst aus der Kirche heraus zu den Menschen auf den Festplatz gekommen ist. Und diese Premiere ist wirklich gelungen! Angestoßen und sehr gut vorbereitet von Matthias Kiesselbach vom Heimatverein, mit sichtlicher Freude und Humor zelebriert von Pfarrer Oliver Laufer-Schmitt, der von sage und schreibe 13 (!) Messdiener/innen unterstützt wurde und musikalisch begleitet von der Spielgemeinschaft Mosel-Musik-Freunde Brodenbach Oberfell und dem MOV Viktoria Dieblich, war diese Messe unter freiem und sonnigem Himmel ein ganz besonderes Erlebnis.
Das ,passendste' aller Evangelien, die Hochzeit zu Kanaa, wurde in der Predigt von Pfarrer Laufer-Schmitt in anschaulicher Weise zu einer reichen Fundgrube von Erkenntnissen, die sonst oft nicht so recht ins Bewusstsein von Gottesdienstbesuchern rücken: Jesus hatte Familie und Freunde, Jesus nahm an deren Leben und ihren Festen teil, Jesus schenkte ihnen Freude im Uberfluss. Wasser in Wein zu verwandeln, damit Menschen Freude haben und feiern können - das ist ein unglaublich sympathisches erstes Wunder. Es zeigt uns, dass unser Glaube eben keine ‚Spaßbremse' ist, wie Pfarrer Laufer-Schmitt es so treffend ausdrückte. Nein, wir dürfen feiern, wir dürfen uns freuen und das auch und gerade im Gottesdienst. Wir könnten den Begriff Messfeier ruhig ein bisschen wörtlicher nehmen.
Die Weinmajestäten Judith, Zoe und Elisa sowie Michaela Pistono und Matthias Kiesselbach vom Heimatverein trugen hervorragend formulierte Fürbitten vor, in denen viele wichtige Anliegen zum Ausdruck kamen. Danke dafür. Dank auch an alle, die bei der Vorbereitung des Gottesdienstes mitgeholfen haben: der Küsterin, Frau Huschka und den Mitgliedern vom Lokalen Team Dieblich. Die erfreulich zahlreichen Mitfeiernden waren vom Gottesdienst sehr angetan und als Pfarrer Laufer-Schmitt andeutete, dass dies keine einmalige Angelegenheit bleiben müsse, kam freudiger Applaus auf.
Zu den Menschen gehen und mit ihnen feiern.
Jesus hat es getan.
Wie schön, wenn die Kirche ihm auch hierbei folgt.
(Text: Monika Sayk)